Transgenerative Nachwirkungen der sozialistischen Ära und des Systemumbruchs am Beispiel ausgewählter kultureller Deutungseliten (Ostdeutschland und Polen)
Das Projekt widmet sich längerfristigen, transgenerativen Nachwirkungen des Staatssozialismus und des Systemumbruchs auf die soziokulturellen Entwicklungen in Ostdeutschland und Polen. Die Untersuchung konzentriert sich auf den Erfahrungstransfer zwischen der ostdeutschen und polnischen Nachkriegsgeneration und ihren Kinder, die ihre Pubertät und Adoleszenz in einer durch Umbruchskrise und Konsumüberflutung geprägten Situation durchlebten. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach der Verarbeitung von Umbruchserfahrungen, nach Wert- und Weltorientierungen einer jüngeren Generation, die sich im Spannungsfeld zwischen frühen Prägungen im Staatssozialismus und späteren im Umgang mit westlichen Lebensformen ausgebildet haben.
Die Untersuchungen arbeiten Typen und Modelle differenzierter Bewältigungsstrategien (Responses) heraus, mit denen auf eine gesellschaftliche Situation reagiert wird, die sich durch anhaltende krisenhafte Entwicklungen, vor allem durch Deindustrialisierung, Schrumpfung und Überalterung in den Umbruchsregionen auszeichnet (Challenges).
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