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    War die DDR modern? Wie waren ihre Eliten beschaffen?

    Einführung

    Das Teilprojekt A1 analysiert die Rekrutierungsmodi und Kollektivbiographien von Angehörigen verschiedener DDR-Funktionseliten, beispielsweise aus der zentralen staatlichen Verwaltung (Ministerien und Staatssekretariate), der „volkseigenen“ Industrie, der Volksbildung, der Kultur und des Gesundheitswesens. Ergebnisse dieser empirischen historischen Sozialforschung bieten Einsichten in die Funktionslogiken und Paradoxien der DDR-Gesellschaft.

    Wir beschreiben die DDR als eine moderne Gesellschaft mit Differenzierungsdefiziten, in derem Machtzentrum die autoritäre Staats- und Parteiführung ihren allumfassenden Gestaltungsanspruch durchzusetzen versuchte. In unseren empirischen Analysen ist erkennbar, dass ihr dies nur teilweise gelang. Schlüsselkategorien eines solchen Verständnisses sind die begrenzte Steuerbarkeit gesellschaftlicher Entwicklungsabläufe und die nicht intendierten Folgen sozialen Handelns.

    Neben Fragen der vertikalen und horizontalen Differenzierung im Realsozialismus rücken auch Mechanismen der Statusvererbung durch die Familie und der Stellenwert unterschiedlicher Formen kulturellen und sozialen Kapitals (nach Pierre Bourdieu) immer stärker in das Zentrum des Forschungsinteresses.

    Zu den Aufgabenschwerpunkten des TP A1 zählen neben soziologischen, quantitativ-empirischen Analysen auch die historische Rekonstruktion der sozialistischen Kaderarbeit. Wir leisten umfassende Arbeiten zur Quellenkritik prozessproduzierter DDR-Daten und führen außerdem Zeitzeugen- und Experteninterviews zum Themenkreis „DDR-Eliten und DDR-Gesellschaftsstruktur“.

    Datenbasis    
    Selbstrekrutierung
    Parteimitgliedschaft
    Bimorphismus
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